In der 2007 neu begründeten Schriftenreihe des Studienkreises sind bislang zwei Publikationen erschienen. 

Band 1:

Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.):

Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Perspektiven der Vermittlung

Frankfurt 2007
 

Bislang galt der Einsatz von Überlebenden des NS-Terrors im Bildungsbereich als eine ideale Möglichkeit, Jugendlichen die Geschichte des Nationalsozialismus näher zu bringen. In nicht allzu ferner Zeit, werden die Überlebenden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nicht mehr selbst bezeugen können und das „Feuer der Erinnerungskultur“ (Salomon Korn) droht zu erlöschen. Gleichzeitig gewinnen kulturelle Zeugnisse, wie z. B. Spiel- und Dokumentarfilme, in der historischpolitischen Bildung an Bedeutung. Der Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945 nahm den 40. Jahrestag seiner Gründung zum Anlass, im Rahmen einer Tagung einen Blick auf die Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus zu werfen und nach Perspektiven für die historisch-politische Bildung zu fragen: Wie steht es um die Darstellung des Widerstandes in Schulbüchern? Wie kann durch den Einsatz von Filmen der Widerstand in der pädagogischen Arbeit behandelt werden? Welche Vermittlungsmöglichkeiten eröffnet beispielsweise die Erforschung des Rettungswiderstandes oder anderer oft vernachlässigter Widerstandsbereiche? (Klappentext)

 

Inhaltsverzeichnis

  • In memoriam Peter Gingold
  • Einleitung: Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Perspektiven der Vermittlung
  • Thomas Altmeyer: Widerstand gegen das NS-Regime. Stand und Perspektiven der Forschung
  • Falk Pingel: „Nicht alle Deutschen machten mit“. Der Widerstand in deutschen Schulgeschichtsbüchern
  • Catrin Ingerfeld, Kurt Schilde: „Se wollten kein HJ-Montur, se wollten keine Drill. Se fohren rus en de Natur un spillten Buffalo Bill“. Jugendopposition am Beispiel des Spielfilms „Edelweißpiraten“
  • Beate Kosmala: Hilfe für Juden in Deutschland 1938–1945. Der Rettungswiderstand in Forschung und Erinnerung
  • Martin Stöhr: Christliches Gewissen im Widerstand. Das Beispiel von Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer
  • Ursula Krause-Schmitt: Widerstand von Jüdinnen und Juden in Deutschland
  • Barbara Schieb: Zwischen „gesundem Menschenverstand“ und Opferbereitschaft. Zum Verständnis von Juden und Nichtjuden im Widerstand 1943–1944 am Beispiel der Gemeinschaft für Frieden und Aufbau
  • Hans Coppi: Zeitzeugen der zweiten Generation? Die Weitergabe der Erinnerungen
  • Dietfrid Krause-Vilmar: Menschenrechtserziehung im Rahmen der historisch-politischen Bildung
  • Frank Heidenreich: Widerstand aus der Arbeiterbewegung. Überlegungen für eine kritische politische Bildungsarbeit
  • Brigitte Kather: Perspektiven und Identität durch Erinnerung an den Widerstand in Europa
  • Jörg Wollenberg: „Lager für Juden“? Spurensuche in einer Kleinstadt. Aus der Sicht eines Zeitzeugen der Kriegsgeneration
  • Eberhard Görner: Spurensicherung von Geschichte in Dokumentarfilmen
  • Hannes Heer: Das Dritte Reich des Guido Knopp. Vom medialen Umgang mit der Nazivergangenheit
  • Grußworte
  • Autorinnen und Autoren
 
 
Band 2:
 
Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.)

Frankfurt am Main - FrauenKZ Ravensbrück. Lebensspuren verfolgter Frauen

Bad Homburg 2009
 

Das Frauenprojekt „Frankfurt am Main – FrauenKZ Ravensbrück"ist eine noch keineswegs abgeschlossene Spurensuche in doppelter Hinsicht: Zum einen soll es Frauen, die aus Frankfurt am Main nach Ravensbrück in das zentrale Frauenkonzentrationslager der Kriegsjahre deportiert wurden, ihre Namen, Gesichter und Biografien wiedergeben; zum anderen sucht es in Frankfurt Orte auf, an denen diese Frauen vor ihrer Deportation wohnten und arbeiteten und Orte, an denen ihrer heute gedacht wird. (Klappentext)

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