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Neuerscheinung

informationen Nr. 93 (Mai 2021): 1933 - Normalität, Zäsur, Widerstand

 

Der 30. Januar 1933 gilt für Viele als Wendepunkt der Geschichte, als Zäsur und Ausgangspunkt für den endgültigen Aufstieg des Nationalsozialismus. Doch zeitgenössische Überlieferungen zeigen, dass dieser Tag in der damaligen Zeit keinesfalls als derart bedeutsam erlebt wurde. Welche Veränderungen das Jahr 1933 schließlich brachte, hing ganz vom Standpunkt der Betrachtenden ab. Die vorliegende Ausgabe der „informationen“ beschäftigt sich mit den ersten Jahren nach der Machtübernahme, fragt nach Brüchen und Kontinuitäten und legt den Fokus vor allem auf die frühe Widerstandsarbeit. Neben etablierten und bekannten Autor*innen sind es in dieser Ausgabe insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Studienkreis und seinem Umfeld, die das Heft prägen.

Das Heft ist voraussichtlich lieferbar ab dem 12. Mai 2021.


Neues Veranstaltungsformat: Das Werkstattgespräch

Das Oberland-Gedenken am Schliersee als umkämpfter Erinnerungsort 

Mittwoch 19. Mai 2021 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Link zur Teilnahme: https://igmetall.zoom.us/j/92058921610

In der Reihe "Werkstattgespräche" möchte der Studienkreiss Deutscher Widerstand 1933-1945 aktuelle Forschungen und eigen Projekte vorstellen und diskutieren. Den Auftakt zu dieser Reihe bildet die Veranstaltung zum "Oberland-Gedenken am Schliersee". 

Referenten und Gesprächspartner: Dr. Wolfgang Foit (Geschäftsführer des Katholischen Bildungswerk Miesbach e.V.) und Dipl. Soziologe Werner Hartl (Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 und ehemaliger Leiter des IG Metall Jugendbildungszentrum Schliersee).

Hintergrund: Am Schliersee fand über viele Jahrzehnte ein Gedenken an Angehörige des als rechtsradikal bekannten Freikorps Oberland statt, die in der sogenannten „Schlacht am Annaberg“ 1921 in Oberschlesien gefallen waren. 1923 wurde auf dem Weinberg des Ortes unter Beteiligung von Freikorps-Kämpfern, Erich Ludendorff und Hermann Göring ein erstes Denkmal eingeweiht. 1945 wurde es wegen „nationalistischer Tendenzen“ entfernt und 1956 durch das Anbringen einer Gedenktafel in die Außenmauer der St. Georgs Kapelle ersetzt. Seither fanden sich zum „Annaberg-Gedenken“ wieder ehemalige Oberland-Kämpfer, die Landsmannschaft der Oberschlesier sowie Vereine aus Schliersee ein. Erst in den frühen 2000er Jahren regte sich Widerstand gegen die Gedenkveranstaltungen. Seitdem war der Umgang mit dem Gedenkort höchst umstritten.