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Werkstattgespräch (digital) am 22. Juli 2021, 17-19 Uhr

Am Schliersee fand über viele Jahrzehnte ein Gedenken an Angehörige des als rechtsradikal bekannten Freikorps Oberland statt, die in der sogenannten „Schlacht am Annaberg“ 1921 in Oberschlesien gefallen waren. 1923 wurde auf dem Weinberg des Ortes unter Beteiligung von Freikorps-Kämpfern, Erich Ludendorff und Hermann Göring ein erstes Denkmal eingeweiht. 1945 wurde es wegen „nationalistischer Tendenzen“ entfernt und 1956 durch das Anbringen einer Gedenktafel in die Außenmauer der St. Georgs Kapelle ersetzt. Seither fanden sich zum „Annaberg-Gedenken“ wieder ehemalige Oberland-Kämpfer, die Landsmannschaft der Oberschlesier sowie Vereinen aus Schliersee ein. Erst in den frühen 2000er Jahren regte sich Widerstand gegen die Gedenkveranstaltungen. Seitdem war der Umgang mit dem Gedenkort höchst umstritten.

Dieses Thema greift unser Werkstattgespräch in Form einer Zoom-Konferenz auf. Dr. Wolfgang Foit (Geschäftsführer des Katholischen Bildungswerk Miesbach) und Werner Hartl (Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, ehemaliger Leiter des IG Metall Jugendbildungszentrum Schliersee) stellen die Hintergründe des Gedenkens an das Freikorps Oberland, aktuelle Forschungsergebnisse sowie die Auseinandersetzung um diesen Erinnerungsort vor.

Link zur Teilnahme: https://igmetall.zoom.us/j/99694875911

 

 

 

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